News

Jul 6, 2010
Gebrauchtkleiderexporte: Jobkiller oder Jobmaschine
Ein Bericht über den Einfluss gebrauchter Bekleidung in Afrika, dem "up-recycling" und der nüchternen Bilanz einer vor Jahren...

Apr 1, 2010
Markbericht Frühjahr 2010
Mengendefizit nach langem Winter. Erste gute Sammelergebnisse aus den Containern und den Frühjahrssammelaktionen. Recycling immer noch unter...
Oct 7, 2009
Marktbericht September / Herbst 2009
Insgesamt wird das Jahr 2009 sicherlich nicht als rosig in die Geschichte des Alttextil-Recyclings eingehen, so die vorläufige Bilanz.
Jul 17, 2009
BIR Dubai Textil
BIR Dubai Textiles | Eco-levy threatens market distortion
Jul 14, 2009
Wirtschaftskrise mindert Mengen in GB und Frankreich
Expertenberichte für Alttextilien in Großbritannien
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Neues über Altkleider

Textilien und Bekleidung gehören, neben den Nahrungsmitteln, sowohl in mengen- als auch in wertmäßiger Betrachtung zu den wichtigsten Gütern im weltweiten Ausgabenbudget. Nicht nur in den hochentwickelten Ländern nehmen sie bei den Konsumgütern - direkt oder indirekt - einen Spitzenplatz ein.

Die Produktion und der Verbrauch von Textilien bzw. Bekleidung, in Verbindung mit der steigenden Weltbevölkerung und weltweit steigenden Einkommen, hat zur Folge, dass der Pro-Kopf-Verbrauch an Textilien einen explosionsartigen Anstieg verzeichnet. Somit ist davon auszugehen, dass man bis zum Jahre 2025 eine Zuwachsrate bei der Welt-Faserproduktion von 70% überschreitet. In Deutschland beträgt der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch mehr als 24 kg. Davon ist die Hälfte Bekleidung.

Der erforderliche Zuwachs der Weltfaser-Produktion bedarf jedoch durchgreifender Recyclingmaßnahmen, gerade im Hinblick auf die ökologischen wie auch ökonomischen Erfordernisse zur Ressourceneinsparung. Im Bereich der Textilproduktion ist der Anbau von Baumwolle durch einen hohen Verbrauch an Wasser, Pflanzenschutzmitteln und Pestiziden gekennzeichnet. Die Verwendung von Pestiziden macht allein hier einen 50%-igen Anteil des Weltverbrauchs aus. Um z.B. 1 kg Baumwolle zu erhalten, werden beim Anbau rd. 27.000 l Wasser benötigt. Was ist somit wichtiger, als Textilien zu recyceln und Ressourcen zu sparen?

Textilien werden im Rahmen von Altkleidersammlungen der Wiederverwendung zugeführt. Dabei bleibt das Primärprodukt unverändert. Diese Form des Textilrecyclings ist unter ökologischen Aspekten äußerst sinnvoll, da Produktion und Verbrauch von neuen Textilien verringert und eingespart werden.

Selbst im Zeitalter der Automatisierung und Hochtechnisierung ist das Textilrecycling ausschließlich Handarbeit geblieben: Geübte Sortierer/innen fühlen mit den Händen die Zusammensetzung der Stoffe und sortieren diese  durch Begutachtung und Beurteilung des Verschleißgrades in bis zu 250 Fraktionen.

Rund 50% der gesammelten Textilien sind wiederverwendbare Altkleider.

Die restlichen 50%, abzüglich eines gewissen Müllanteils, dienen zur Herstellung von Recyclingware, also z.B. Putzlappen, Reißtextilien, Füll- und Dämmstoffen bzw. Pappenlumpen. Ein Doppeleffekt wird mit der Bereitstellung von Textilien für Katastrophenlager karitativer Organisationen bei Auslandseinsätzen und zur Bestückung von Kleiderkammern für hiesige Bedürftige erzielt. Immerhin profitieren etwa 200.000 Menschen in Katastrophengebieten von dem Engagement der Organisationen, dem Know-how der Textilverwerter und den Textilsammlungen allein in Deutschland. Im Durchschnitt werden 80 - 85% der verbleibenden Textilien an die Textilverwertungsunternehmen verkauft . Tragbare Altkleider der ersten Qualitäten werden in inländischen und europäischen Second-Hand-Läden vermarktet. Durch diese Vermarktung ist eine Weiterverwertung im Down-Recycling erst finanzierbar. Allein die deutsche Autoindustrie verarbeitet hiervon jährlich 60.000 Tonnen als Isolier- und Füllstoff. Textilsammlungen helfen somit den karitativen und sozialen Organisationen, ihre so wertvolle Arbeit zu finanzieren.

Dadurch, dass die klassische Textilsammlung der Verbände aufgrund mangelnden Engagements der benötigten ehrenamtlichen Mitarbeiter immer schwerer zu realisieren ist und sich lt. statistischer Erhebung lediglich 15% der Gesamtbevölkerung an diesen Sammlungen beteiligen, haben diverse namhafte Organisationen zusätzlich ein stationäres Sammelsystem mittels Containern eingeführt, um eine größere Klientel zu erreichen.

FWS in Bremen, mit einer über 40 jährigen Erfahrung, bietet den Partnern ein flächendeckendes Sammelsystem nach den Kriterien dieser neuzeitlichen Sammlung.